Saugbagger mieten – bei uns immer mit Bedienpersonal
Sie buchen eine fertige Leistung: Saugbagger, Maschinist und Verantwortung für den Arbeitsbereich — kein Gerät zur Selbstbedienung.
„Saugbagger mieten“ ist der Begriff, mit dem die meisten Anfragen bei uns ankommen. Deshalb steht er über dieser Seite. Gemeint ist bei uns etwas anderes als ein Mietvertrag: Sie buchen einen Einsatz aus Maschine, Maschinist und Ausführungsverantwortung im freigegebenen Arbeitsbereich. Der Saugbagger fährt ausschließlich mit eigenem Bedienpersonal auf die Baustelle.
Für den größeren Teil der Anfragen passt die Gestellung mit Personal besser. Einweisung und Vorhaltekosten entfallen, und die heikle Entscheidung, wie nah der Saugkopf an eine Bestandsleitung geht, trifft unser Maschinist. Wann sich reine Gerätemiete rechnet, steht weiter unten.
Miete oder Leistung: zwei verschiedene Geschäfte
Umgangssprachlich heißt beides „mieten“. Dahinter stehen zwei verschiedene Risikoverteilungen. Welche davon gilt, fällt meist erst auf, wenn im Bestandsnetz etwas schiefgeht.
- Sie brauchen jemanden im Betrieb, der die Maschine sicher führt. Eine kurze Einweisung ersetzt keine Routine.
- Wie tief und wie nah gesaugt wird, entscheidet Ihr Personal – im Zweifel neben einem Mittelspannungskabel.
- Die Mietzeit läuft auch an dem Tag, an dem die Freigabe des Netzbetreibers noch fehlt.
- Rüsten, Reinigen und der Rückgabezustand sind Ihre Baustelle.
- Trägt sich erst ab einer Auslastung, die den Mietzeitraum wirklich füllt.
- Maschine und Maschinist kommen zusammen. Ihre Kolonne bleibt an ihrer eigenen Arbeit.
- Die Arbeitsweise am Saugkopf verantworten wir, samt Entscheidung über die Vorlockerung.
- Sie zahlen Einsatzzeit statt Vorhaltezeit.
- Wartung, Filterreinigung und Prüfungen sind unser Thema.
- Auf Wunsch mit Fotodokumentation des freigelegten Abschnitts.
Warum die Bedienung über das Ergebnis entscheidet
Die Bedienung ist die eigentliche Leistung
Der Luftstrom trägt den Boden ab, kein Werkzeug greift in die Grube. Die DGUV nennt das Verfahren in ihrer Information 203-017 (Ausgabe Februar 2019) für den innerstädtischen Bereich ausdrücklich besonders geeignet für Erdarbeiten in der Nähe erdverlegter Leitungen und beschreibt, dass die Maschine per Funkfernbedienung von einem sicheren Standort gesteuert wird. Der Bediener muss einschätzen können, wann ein Boden nachgibt und wann er erst gelockert werden muss. Beim Freilegen von Kabeln und Leitungen ist das der Unterschied zwischen einem sauberen Suchschlitz und einem Schadensfall.
Der Punkt, an dem konventionelle Technik ausscheidet
Dieselbe DGUV-Information zieht die Grenze: Maschineller Aushub ist danach bis maximal 30 cm oberhalb oder seitlich der Leitung zulässig; die Schutzabstände selbst gibt der jeweilige Leitungsbetreiber vor. Genau in dieser Zone arbeiten wir. Nach dem VHV-Bauschadenbericht 2022/2023 (Institut für Bauforschung e. V. Hannover gemeinsam mit der VHV Allgemeine) war 2023 jeder zweite Schaden im Tiefbau ein Leitungsschaden.
Verantwortung, die geteilt bleibt
Wir übernehmen die Ausführung im Arbeitsbereich; die Erkundigungspflicht liegt beim Auftraggeber. Das DVGW-Arbeitsblatt GW 315 (A), Ausgabe Januar 2020, verlangt vom Bauausführenden, sich unmittelbar vor Baubeginn Gewissheit über die Lage der Versorgungsanlagen zu verschaffen. Spartenauskunft, Bestandspläne und Freigaben bleiben deshalb bei Ihnen; wir halten im Aushub die Schutzabstände ein, die der Leitungsbetreiber vorgibt.
Was im Einsatz enthalten ist – und was dazukommt
Gestritten wird meist über die Posten neben dem Stundensatz. Deshalb weisen wir sie einzeln aus:
| Position | Im Einsatzpreis | Anmerkung |
|---|---|---|
| Einsatzzeit inklusive Bedienpersonal | enthalten | Der Maschinist ist Bestandteil der Leistung. |
| An- und Abfahrt | gesondert | Nach Fahrzeit ab Hamburg-Fuhlsbüttel: Norderstedt 12 Min., Lübeck 61 Min., Kiel 61 Min. je Richtung. |
| Rüstzeit, Auf- und Abbau vor Ort | im Angebot ausgewiesen | Maschine ausrichten, Schlauch verlegen, Absperrung stellen. |
| Bodenlockerungstechnik | gesondert | Blaslanze, Presslufthammer, Spezialspaten. Nur, wenn der Boden es verlangt. |
| Schlauchverlängerung | gesondert | Wenn die Maschine nicht nah genug herankommt, etwa im Hinterhof. |
| Reinigung nach dem Einsatz | gesondert | Fällt je nach Sauggut regelmäßig an. |
| Entsorgung des Sauggutes | bauseits | Deklaration und Verbleib laufen über den Auftraggeber. |
| Zusätzlicher Facharbeiter, Begleitfahrzeug | gesondert | Nur, wenn der Ablauf es erfordert. |
| Übernachtung und Auslöse | gesondert | Bei mehrtägigen Einsätzen außerhalb des Tagesradius. |
Unsere Richtwerte
Abgerechnet wird nach Zeit. Vier Einheiten decken den größten Teil der Einsätze ab, die An- und Abfahrt läuft als eigener Posten daneben:
| Einheit | Richtwert netto | Wofür sie passt |
|---|---|---|
| Einsatzstunde | 230 Euro | Saugbagger inklusive Bedienpersonal. Kleinste Einheit, die wir anbieten. |
| Halber Einsatztag, bis 4 Stunden | 980 Euro | Suchschlitze, einzelne Schachtfreilegungen, Hausanschlüsse. |
| Einsatztag, 8 Stunden | 1.800 Euro | Der Regelfall, sobald mehrere Punkte auf einer Baustelle zusammenkommen. |
| Einsatzwoche, 5 Einsatztage | 8.500 Euro | Durchlaufende Trassen und Baustellen mit fester Kolonnenplanung. |
| An- und Abfahrt je Stunde | 150 Euro | Fahrzeit hin und zurück, gesondert ausgewiesen. |
Alle Werte sind Richtwerte. Verbindlich werden sie, sobald wir die Baustelle kennen: Zugänglichkeit, Bodenart, Lage und Belegung der Sparten sowie die erwartete Einsatzdauer bestimmen den Aufwand, und zwar in dieser Reihenfolge. Ein Suchschlitz im gewachsenen Geestsand und derselbe Schlitz in verdichteter Auffüllung neben einer Fernwärmeleitung sind zwei verschiedene Aufgaben. Ihren Fall rechnen wir nach der Anfrage durch.
An- und Abfahrt: der Posten, der über kleine Einsätze entscheidet
Wir arbeiten von Fuhlsbüttel im Norden Hamburgs aus, und das prägt die Rechnung mehr als die Landesgrenze. Nach Norderstedt sind es 12 Minuten, also Nachbarschaft. Nach Husum sind es 107 Minuten, jeweils je Richtung. Hin und zurück gerechnet trennen beide Einsätze gut drei Stunden Fahrzeit, die zu 150 Euro netto je Stunde auf der Rechnung stehen, bevor die erste Minute gesaugt ist. Bei einem Einsatztag fällt das kaum ins Gewicht, bei zwei Stunden Arbeit entscheidet es alles. Für beide Fälle steht die Rechnung unter Was ein Saugbaggereinsatz kostet ausgeschrieben.
Die Grenze verläuft dabei nicht zwischen den Bundesländern, sondern an der Elbe. Nach Norden trägt die A7 durch: Itzehoe liegt 57 km entfernt und ist in 44 Minuten erreicht, Neumünster mit 59 km in derselben Zeit. Nach Süden liegen Elbtunnel und Elbbrücken dazwischen. Lüneburg ist mit 65 km nur acht Kilometer weiter als Itzehoe und braucht vierzehn Minuten länger; Buxtehude liegt mit 46 km sogar dreizehn Kilometer näher als Neumünster und dauert trotzdem vierzehn Minuten länger. Weil die Querung sich so stark auswirkt, steht die Fahrzeit bei uns als eigener Posten und nicht im Stundensatz.
Wann reine Miete ohne Personal sinnvoll ist
Diese Fälle gibt es. Gerätemiete lohnt sich, wenn im eigenen Betrieb dauerhaft jemand die Maschine führt, etwa in einer Leitungsbaukolonne, die regelmäßig absaugt. Sie lohnt sich bei Einsätzen über mehrere Wochen am Stück, wenn die Auslastung den Mietzeitraum trägt, und dort, wo keine Bestandsleitungen im Umfeld liegen.
Angeboten wird das von Baumaschinenvermietern mit Spezialgeräteflotte, von überregionalen Industriedienstleistern und von Betrieben, die ausdrücklich zur Selbststeuerung vermieten. „Saugbagger Vermietung“ führt bei der Suche zu diesen Anbietern, „Saugbaggerarbeiten“ zu Betrieben, die den Einsatz ausführen.
Was wir von Ihnen brauchen
Die meisten verlorenen Stunden entstehen vor dem ersten Saugzug. Vier Punkte entscheiden darüber, ob der Einsatztag ein Arbeitstag wird.
Zufahrtsbreite, befestigte Aufstellfläche, zulässige Achslast, Höhenbegrenzungen. Maße und Gewicht des Fahrzeugs nennen wir Ihnen vor dem Termin; was dabei zu klären ist, steht unter Maschine und Technik.
Bestandspläne aller Sparten, Freigabe des Netzbetreibers und, falls nötig, die verkehrsrechtliche Anordnung. Wir beginnen, sobald diese Unterlagen vorliegen.
Jemand, der entscheiden darf, wenn der Untergrund anders aussieht als der Plan. Telefonisch erreichbar reicht meistens, anwesend ist besser.
Vorher festlegen, ob wieder eingebaut, seitlich abgekippt oder abgefahren wird. Ungeklärt ist das der häufigste Streitfall bei der Abrechnung.
Wo das Verfahren aufhört und andere Gewerke anfangen
- Reiner Massenaushub ohne Leitungen im Umfeld. Wo ein Bagger gefahrlos arbeiten darf, ist er schneller. Dann raten wir ab; die Abgrenzung steht im Vergleich mit Bagger und Handschachtung.
- Feste, bindige oder verdichtete Böden. Was fest oder verdichtet liegt, gibt der Luftstrom allein nicht her; solcher Boden muss vor dem Absaugen gelockert werden, mit Blaslanze, Spezialspaten oder Presslufthammer. Machbar ist es, es kostet aber Zeit und einen zusätzlichen Posten. Welche Materialien und Böden infrage kommen, haben wir gesondert aufgeschrieben.
- Grobes Material. Die DGUV nennt als Obergrenze die Korngröße des Saugschlauchdurchmessers; faustgroße Steine werden dabei noch mitgerissen. Was größer ist, bleibt liegen. Ab welcher Wurzelstärke oder Verzahnung das Verfahren praktisch scheitert, lässt sich nicht allgemein beziffern; das sehen wir uns vorher an.
- Kleiner Umfang, große Entfernung. Zwei Suchschlitze in Flensburg (151 km ab Hamburg-Fuhlsbüttel, rund 96 Minuten bei freier Fahrt ohne Verkehr) tragen die An- und Abfahrt nicht. Im Kernradius sieht die Rechnung anders aus: dreizehn Städte des Einsatzgebiets liegen unter einer Stunde Fahrzeit, dort trägt sich auch ein Termin von wenigen Stunden.
- Entsorgung, Ortung, Bestandsdokumentation. Unser Teil der Baustelle ist der Saugbaggereinsatz. Die Entsorgung des Sauggutes, das Orten von Leitungen und das Einmessen für Bestandspläne laufen über den Auftraggeber und die Betriebe, die er dafür einsetzt. Wonach dabei zu suchen ist, sagen wir Ihnen.
Ob sich ein kurzfristiger Einsatz nach einer Havarie einschieben lässt, entscheidet sich daran, wann die Maschine frei wird. Das klären wir im Anruf. Ihr Ansprechpartner ist Martin Kuchenbecker, telefonisch unter 0173-2347419.
Einsatz mit Bedienpersonal anfragen
Schreiben Sie uns, was freizulegen ist, wie tief es liegt und wann der Abschnitt frei ist. Dann sagen wir Ihnen, ob sich der Einsatz für Sie rechnet.
Fragen zur Miete mit Bedienpersonal
Kann ich den Saugbagger auch ohne Bedienpersonal mieten?
Wir bieten den Saugbagger ausschließlich als Einsatz mit Bedienpersonal an. Im belegten Bestandsnetz entscheidet die Bedienung darüber, ob ein Kabel unbeschädigt bleibt; diese Verantwortung bleibt beim Maschinisten. Für ein Gerät zur Selbstbedienung sind Vermieter mit Spezialgeräteflotte die richtige Adresse.
Rechnen Sie nach Stunde, nach Tag oder nach Kubikmeter?
Nach Zeit: Einsatzstunde, halber Tag, Einsatztag, Einsatzwoche. Ein Kubikmeter Geestsand und ein Kubikmeter verdichteter Auffüllung sind völlig unterschiedliche Aufgaben; ein m³-Preis würde je nach Bodenart Sie oder uns benachteiligen. Unsere Richtwerte für die vier Einheiten stehen oben in der Tabelle, alle netto; verbindlich werden sie, sobald wir die Baustelle kennen.
Gibt es eine Mindestabnahme?
Die kleinste Einheit, die wir anbieten, ist die Einsatzstunde; unser Richtwert dafür liegt bei 230 Euro netto. Entscheidend ist aber die Rechnung daneben: An- und Abfahrt fallen an, ob wir zwei oder acht Stunden arbeiten. Bei kleinen Umfängen fragen wir deshalb nach, ob sich mehrere Punkte zu einem Termin bündeln lassen.
Was kostet die Anfahrt?
Sie wird nach Fahrzeit berechnet und gesondert ausgewiesen, als Richtwert 150 Euro netto je Stunde, hin und zurück gerechnet. Gefahren wird ab Flughafenstraße 52a in 22335 Hamburg: nach Norderstedt sind das 12 Minuten, nach Lübeck 61 und nach Kiel 61 Minuten je Richtung. Dreizehn Städte des Einsatzgebiets liegen unter einer Stunde Fahrzeit; bei Einsätzen in diesem Kernradius bleibt der An- und Abfahrtsanteil entsprechend klein. Bei mehrtägigen Einsätzen weiter weg können Übernachtung und Auslöse dazukommen; beides steht im Angebot.
Wohin geht das abgesaugte Material?
Wir saugen ab und geben das Material dorthin, wo es hin soll: zurück in den Graben, in einen bereitgestellten Container oder auf eine Miete neben der Baustelle. Deklaration und Abfuhr laufen über den Auftraggeber. Was mit dem Sauggut passiert, entscheidet über die Gesamtkosten.
Können Sie bei Frost oder stark verdichtetem Boden arbeiten?
Verdichtete und bindige Böden lassen sich nicht ohne Weiteres absaugen; sie müssen vorher gelockert werden. Das ist Routine, verlängert aber die Einsatzzeit. Wie tief der Frost sitzt, entscheiden Bodenart, Feuchte und Frostdauer. Nennen Sie uns Bodenart und Wetterlage, dann schätzen wir den Fall ein.